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Einsatz von Duroc x Pietrain-Ebern

Die Vorgaben einiger Markenfleischprogramme, einen bestimmten Durocanteil im Mastendprodukt anzustreben, aber auch der Wunsch nach frohwüchsigen und vitaleren Ferkeln lässt aktuell den Einsatz von reinen Duroc-Ebern und Duroc x Pietrain Kreuzungen sinnvoll erscheinen.
Tatsächlich sind die Nachkommen von Duroc und jenen Kreuzungsvarianten lebhafter und glänzen z.T. mit hervorragenden Tageszunahmen.

Pauschale Empfehlungen dieser Eberlinien zur Lösung von allen möglichen Problemen wie z.B. Agressivität, Fruchtbarkeitsabfällen oder antriebslosen Saugferkeln, wie sie in den vergangenen Monaten von einigen Marktteilnehmern gegenüber Ferkelerzeugern ausgesprochen wurden, sollten Sie jedoch kritisch hinterfragen, zumal hier der Eindruck entsteht, das dieses nicht ganz uneigennützig geschieht.

Bedenken Sie: Während man bei dem Einsatz von DU x PIE- oder auch reinen Duroc-Ebern auf F1 Sauen von recht homogenen Schlachtergebnissen ausgehen kann, wird Ihnen heute niemand sagen können, wie sich diese Kombination mit Hybridsauen respektive Mehrfachkreuzungen auswirkt. Zwar gibt es erste, vielversprechende Auswertungen, jedoch handelt es sich dabei zunächst um Einzelfälle, die nicht ohne weiteres verallgemeinert werden können.
Die Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen, dass Duroc-Variationen im allgemeinen zwar einerseits recht gute Leistungen bei den Nachkommen hervorbrachten, oftmals aber leider verbunden mit starken Streuungen innerhalb der Gruppe und mit reduzierten Magerleischanteilen in einer Größenordnung von bis zu 2 %.


Die Schweinebesamungsstation Weser-Ems e.V. hat sich die Entscheidung, welche genetische Herkunft als Grundlage für unser Duroc x Pietrain-Eberangebot dienen soll, nicht leicht gemacht, da sie letztlich gegenüber ihren Mitgliedern verantwortlich handeln möchte.
Man entschied sich für Vererber der Linie db.86 aus dem BHZP ; - ausschlaggebend waren hier vor allem der hohe Gesundheitsstatus (alle eingekauften Tiere sind PRRS-frei und reinerbig stressstabil NN ) und deren gesicherte breite, züchterische Basis . Grundlage des „86er“ Ebers sind die ausgesprochen gut bemuskelten und schinkenbetonten Durocs der Linie 08 , gekreuzt mit den seit Jahren stressstabilen und auf Schlachtkörperqualität selektierten selektierten Pietrains der Linie 06, - den Vätern und Müttern des db. 77- Ebers.

 

Neben den hervorragenden Fleischeigenschaften konnten Tiere der Linie db.86 in der LPA bei der Eigenleistungsprüfung auch mit extrem hohen Zunahmen überzeugen. Der hohe intramuskuläre Fettanteil macht das Fleisch dieser Tiere so schmackhaft und für Markenfleischprogramme interessant.


In Bethen und Dohren stehen stehen zur Zeit rund 40 db.86 Linieneber, -Tendenz steigend , sowie
3 reine kanadische Durocs . Komplettiert wird diese DU x PIE Genetik von 6 Ebern unserer Marktpartner im Herbuchzuchtbereich.
Außerdem wurden inzwischen auch einige Exemplare der neuen PIC-Linie 380 (ebenfalls DU x PIE-Kreuzungstiere) angeschafft.

Wer DU x PIE-Eber im Bestand einsetzen möchte, dem empfehle ich, dieses zunächst für einen begrenzten Zeitraum, z.B. über 3 Monate zu tun und dann erst mal die Ergebnisse in der Mast abzuwarten.
Die Entscheidung, ob ein Einsatz sinnvoll ist, sollte unbedingt unter Abwägung der Risiken und Chancen betriebspezifisch abgeklärt werden, sprechen Sie mich bitte bei entsprechendem Interesse an.

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