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Grundsätzliche Informationen über Sinn und Zweck von Schweinebesamungs-stationen

 

Einleitung

Warum Schweinebesamung ?
Entwicklung
Situation
Anforderungen

Nutzen

Umwelt und Gesellschaft

 



Anforderungen / Aufgaben von Besamungsstationen

Da also heutzutage nur noch Ferkellieferungen von mehreren hundert Tieren bis weit darüber hinaus verlangt werden, bleibt den Ferkelerzeuger neben der Produktionsausweitung nur die Möglichkeit, die Abferkelungen ihrer Sauen in großen Gruppen zu organisieren, in der Praxis ferkeln dann auf den Höfen im 2-, 3- oder auch 4- Wochentakt jeweils 16, 32 oder mehr Sauen gleichzeitig. Großbetriebe mit mehr als 500 Sauen erzeugen ihre Ferkel auch im Wochentakt. Um aber soviele Sauen auf einmal belegen (besamen, befruchten) zu können, müßten allerhand Eber auf den Sauenbetrieben gehalten werden,- verbunden mit Platz-, Futter-, Anschaffungs-, medizinischen- und Arbeitskosten /-aufwand.
Gleichzeitig würde eine Vielzahl eingesetzter Eber innerhalb einer Sauengruppe aufgrund unterschiedlicher Vererbungseigenschaften zu ungleichmäßigen Ferkelpartien führen.

Dieser Sachverhalt ist ein Grund, warum in erster Linie Sperma von Besamungsstationen gekauft wird.
Besamungsstationen treten hier als Dienstleister auf, sie verfügen über moderne Untersuchungs- und Verdünnungstechnik, um von einem Eberejakulat durchschnittlich 25- 30 Besamungsportionen zu erzeugen, - bei Eberejakulaten mit hohem Spermienbesatz sind manchmal sogar bis zu 40 Portionen realisierbar. So können im Idealfalle ganze Sauengruppen von einem Eber und somit mit einer standardisierten genetischen Grundlage belegt werden.


Der weit größere Nutzen einer Besamungsstation liegt aber in ihrer züchterischen Arbeit.
Erfolgreich agierende Besamungsorganisationen kaufen nur Eber mit hervorragenden Zuchteigenschaften auf den Eberauktionen der Zuchtverbände und ab Hof der Züchter sowie von den Zuchtunternehmen. Direkt nach dem Kauf verbleiben Jungeber zunächst in der Quarantäne, wo eine strenge Selektion nach Deckverhalten und Spermaqualität sowie gesundheitlichen Aspekten stattfindet.

In aufwendigen Prüfprogrammen werden die Eber an den meisten Besamungsstationen gleich zu Beginn ihrer "Zuchtkarriere" in ausgewählten Kundenbetrieben gezielt angepaart und die daraus resultierenden Nachkommen werden anschließend in Mastleistungsprüfungsanstalten, aber auch auf Praxishöfen (im Feld) hinsichtlich ihres Leistungsvermögens und etwaiger Veranlagung von Erbfehlern geprüft.

Ziel dieser Top-Genetik-Programme ist die stetige Verbesserung der Leistungsfähigkeit in der Schweinezucht und -mast. Eber mit deutlich unterdurchschnittlichen Ergebnissen werden geschlachtet, das mittlere Drittel verbleibt als geprüfte Qualitätseber im Bestand während das obere Drittel unter dem Prädikat "TOP-GENETIK" vermarktet wird. Mit dem hierfür berechneten Aufpreis wird ein Teil der Kosten für die Prüfprogramme finanziert.
Besamungsstationen tragen also neben der Gewinnung und dem Vertrieb von qualitativ hochwertigem Schweinesperma vor allem durch den Ankauf hochwertiger Eberlinien und aufwendigen Prüfprogrammen mit anschließender Selektion maßgeblich zum Zuchtfortschritt in der Schweinehaltung bei.

lesen Sie in diesem Zusammenhang weiter: Nutzen für die Landwirte

 



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