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Das Anomalienprüfprogramm der Schweinebesamungsstation Weser-Ems e.V.

Anomalien bei neugeborenen Ferkeln wie Hodenbrüche, Binneneber, Afterlosigkeit oder Grätscher führen immer wieder zu großen Schäden in der Schweinehaltung. Daher werden seit jeher große Anstrengungen unternommen, um frühzeitig Anomalienvererber unter den Besamungsebern an den Stationen zu identifizieren.


Hierzu ist allerdings eine große Anpaarungsbasis erforderlich um fundierte Aussagen machen zu können. Um möglichst genaue Daten
zu erhalten, werden alle Würfe der Top-Genetik-Anpaarungen sowohl für die Stationsprüfung wie auch für die neuerdings ausgeweitete
Feldprüfung herangezogen.
An der Station Dohren erfolgt zudem eine Auswertung von Ring-Sauenplanerdaten, wobei man bei diesen Quellen immer einen gewissen Ungenauigkeitsfaktor einkalkulieren muß. Ebenfalls über Planerdaten eines Sauenhalterpools der EGF wird die Anomalien- prüfung unserer BHZP-Eber organisiert.
Neben der Merzung aus Qualitäts- und Leistungsgründen wurden im Jahr 2007 allein rund 15 Eber wegen Auffälligkeiten bei der Anomalienvererbung geschlachtet. Erschwerend für die Erbfehlererfassung wirkt sich die hohe Remontierungsquote unserer Besamungseber von fast 50 %, aus. So werden jährlich 300 - 400 Eber durch neue ersetzt, bedingt durch normale Abgänge, Merzung von Minusvererbern und durch hohe Anforderungen an Deckverhalten und Spermaqualität bedingte Reklamationen beim Eberzukauf. Anders ausgedrückt erlebt ein Großteil der Prüfeber nicht einmal mehr den Eingang der Prüfergebnisse.

Seit rund 4 Jahren wird zusätzlich mit ausgewählten Kundenbetrieben ein Anomalienmonitoring durchgeführt. Diese Betriebe werden gezielt mit Sperma von Jungebern beliefert. Den Erfassungsaufwand honorieren wir im Gegenzug mit Gutschriften für Artikel aus unserem awe-Agrarshop;
- für jeden ausgewerteten Wurf erhalten die Prüfbe triebe einen Euro-Wertpunkt, das so gesammelte Guthaben kann dann im awe-Agrarshop eingelöst werden.
Prüfprogramme kosten viel Geld und erfordern einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Meines Wissens nach ist die Schweine-besamungsstation Weser-Ems e.V. die einzige Station, die den beteildigten Kundenbetrieben deren Mitarbeit auf diesem Gebiet zusätzlich über Gutschriften honoriert. Trotz all dieser Maßnahmen kommt es vor, dass in Anpaarung mit bestimmten Blutlinien selbst bei Ebern, die über lange Zeiträume völlig unauffällig waren, im Einzelfall dennoch plötzlich verstärkt Erbfehler auftreten können. Daher sind wir darauf angewiesen, dass auch in so einer Situation umgehend exakte Rückmeldungen erfolgen, dies bedingt natürlich genaue Aufzeichnungen über den eingesetzten Eber im Sauenbestand.

Um zukünftig Ergebnisse mit noch höherer Aussagekraft zu erhalten, suchen wir dringend weitere Betriebe für das Anomalienmonitoring. Zeigen Sie sich solidarisch mit den Kollegen, auf deren Schultern derzeit das gesamte Monitoring im Feld zum Wohle aller lastet. Wir werden weiterhin Ihr Engagement in diesem Bereich honorieren.


Falls Sie Interesse haben, sich am Anomalienmoni-
toring zu beteildigen, sprechen Sie mich bitte an.

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